InkluLearn.AI – KI für barrierefreie MINT-Lernmaterialien
InkluLearn.AI entwickelt KI-Verfahren, die visuelle MINT-Lehrmaterialien semantisch erschließen und daraus barrierefreie Text-, Audio- und taktile Darstellungen erzeugen.
Letzte Aktualisierung:
Projektdetails
InkluLearn.AI verbindet Computer Vision, Large Language Models und semantische Datenmodelle zu einer KI-gestützten Verarbeitungspipeline für komplexe MINT-Lehrmaterialien. Diagramme, Schaltpläne, Tabellen, Formeln und weitere visuelle Inhalte werden analysiert, strukturiert und in eine maschinenlesbare semantische Repräsentation überführt. Diese „Single Source of Truth“ dient anschließend als Grundlage für konsistente barrierefreie Ausgaben, etwa strukturierte Textbeschreibungen, Audio- und Sonifikationsformate, Braille, taktile Grafiken sowie perspektivisch 3D-Modelle. Human-in-the-Loop-Verfahren, Plausibilitätsprüfungen und Nutzertests sichern die Qualität der KI-generierten Ergebnisse. Die Komponenten werden modular und standardorientiert entwickelt und sollen als Open-Source-Framework sowie über Schnittstellen in bestehende Lernmanagementsysteme wie Moodle oder ILIAS integrierbar sein.
Die Lösungen sollen zunächst in realen Lehrveranstaltungen der Technischen Hochschule Mittelhessen erprobt werden. Lehrende können bestehende MINT-Materialien mit geringerem Aufwand barrierefrei aufbereiten; blinde und sehbehinderte Studierende erhalten alternative, fachlich strukturierte Zugänge zu bislang überwiegend visuellen Inhalten. Übertragbar ist der Ansatz auf weitere Hochschulen, Schulen, berufliche Bildung und Weiterbildung. Einsatzmöglichkeiten bestehen zudem bei Einrichtungen zur Erstellung barrierefreier Medien sowie bei EdTech- und Assistive-Technology-Anwendungen. Durch offene Schnittstellen, Open-Source-Komponenten, OER-Materialien und Leitfäden sollen die Projektergebnisse auch nach Projektende von anderen Bildungseinrichtungen und Praxispartnern nachgenutzt werden können.
Das Vorhaben wird an der Technischen Hochschule Mittelhessen gemeinsam vom Institut für Technik und Informatik (ITI) und dem Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende (BliZ) durchgeführt. Das ITI verantwortet insbesondere KI-Methoden, Computer Vision, semantische Modellierung, Softwareentwicklung und Systemintegration. Das BliZ bringt seine langjährige Expertise in digitaler Barrierefreiheit, inklusiver Didaktik, taktilen und auditiven Darstellungen sowie Nutzertests ein. Blinde und sehbehinderte Studierende werden frühzeitig in Entwicklung und Evaluation einbezogen. Als assoziierte Praxispartner unterstützen die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg sowie Dräger & Lienert Informationsmanagement GmbH die praxisnahe Erprobung, Qualitätssicherung und den Transfer der Ergebnisse.
Gefördert durch
- Digitale Technologie
Künstliche Intelligenz (KI / AI)
- Einsatzbereich
E-Learning Wissenstransfer
- Eingesetzte digitale Verfahren, Technik, Software und Methoden
Generative KI; Large Language Models (LLM); semantische Datenmodelle
- Landkreis, kreisfreie Stadt
Gießen
- Förderprogramm
- Distr@l - Wissens- und Technologietransfer (FL 3)
- Fördersumme
- 296.002,00 €
- Förderzeitraum
- 1. Okt. 2026 - 30. Sep. 2028
- Status
- aktiv
Antragsteller
Technische Hochschule Mittelhessen THM
Wiesenstraße 14
35390 Gießen
Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Diethelm Bienhaus
Technische Hochschule Mittelhessen THM
Wiesenstraße 14
35390 Gießen
Dr.-Ing. Michael Kreutzer
Technische Hochschule Mittelhessen THM
Wiesenstraße 14
35390 Gießen
Prof. Dr. Monika Möhring
Herr Andreas Deitmer
Technische Hochschule Mittelhessen THM
Wiesenstraße 14
35390 Gießen