PERKS - Personalorientierte Fabrikplanung

PERKS unterstützt die Fabrikplanung, indem neben dem Personalbedarf auch vorhandene Kompetenzen des Personals berücksichtigt werden, um Maßnahmen zur Personalentwicklung und -beschaffung abzuleiten.

Letzte Aktualisierung:

© Nicolas Wittine

Projektdetails

In dem Projekt PERKS wird eine innovative, webbasierte Transferplattform, die Methoden der Fabrikplanung systematisch mit Instrumenten der Personalentwicklung verknüpft, bereitgestellt. Der technologische Kern besteht in einer Datenbankarchitektur, in der allgemeine Kompetenzkataloge sowie spezifische Kompetenzanforderungsprofile strukturiert gespeichert und intelligent miteinander verknüpft werden.
Eine zentrale digitale Innovation liegt in der Integration dieser Kompetenzprofile in Simulationsmodelle der Fabrikplanung. Dadurch können unterschiedliche Planungsszenarien nicht nur hinsichtlich technischer und logischer Aspekte, sondern auch in Bezug auf ihre Auswirkungen auf den Personalbedarf analysiert werden. Nutzerinnen und Nutzer sind so in der Lage, Qualifizierungs- und Rekrutierungsmaßnahmen für eine geplante Fabrikumstellung simulativ zu bewerten. Ergänzend verfügt die Plattform über ein integriertes Wissensmanagement, das die langfristige Pflege, Anpassung und Weiterentwicklung unternehmensspezifischer Kompetenzprofile unterstützt und eine dynamische Reaktion auf technologische Veränderungen ermöglicht.

Das Projekt findet primär Anwendung in produzierenden kleinen und mittleren Unternehmen. Fabrikplaner und Personalverantwortliche setzen die Methodik ein, um in der Planungsphase den zukünftigen Kompetenzbedarf mit dem vorhandenen Personalbestand abzugleichen. Durch die Analyse und Berücksichtigung von vorhandenen Personalkompetenzen im Planungsprozess wird das Personal auf Veränderungen vorbereitet und kostspielige Verzögerungen werden vermieden. Zusätzlich nutzen Personaldienstleister die Ergebnisse, um ihre Rekrutierungsstrategien an marktspezifische Anforderungen anzupassen. Bildungseinrichtungen verwenden die identifizierten Kompetenzanforderungsprofile, um ihre Curricula praxisnah zu gestalten. Die entwickelte Transferplattform dient den Anwendern als Werkzeug, um verschiedene Planungsszenarien zu simulieren, Einflüsse aus den Kompetenzprofilen des vorhandenen Personals auf die zu planenden Prozesse zu bewerten sowie gezielte Maßnahmen für die Personalentwicklung abzuleiten.

Für das Vorhaben wird ein projektbegleitender Beirat eingerichtet. Dieser umfasst neben Unternehmen, die vor planerischen Herausforderungen stehen, auch Unternehmen, die den Fachkräftemangel als Geschäftsmodell verstanden haben und Fachkräfte verleihen oder in der Rekrutierung sowie Ausbildung tätig sind. Der Beirat trägt als interdisziplinäres Gremium maßgeblich zu einem erfolgreichen Wissenstransfer bei. So werden die Zwischenergebnisse des Vorhabens in Projektmeetings dem projektbegleitenden Beirat präsentiert und auf ihre Relevanz für die praktische Umsetzung geprüft. Zudem werden Befragungsmethoden eingesetzt, um individuelle Erfahrung, fachliche Expertise und unterschiedliche Perspektiven in die Projektarbeit einfließen zu lassen. Durch die enge Kooperation nehmen die Akteure direkten Einfluss auf die Ausrichtung des Vorhabens und stellen die Praxisrelevanz der Transferplattform sicher. Zudem werden Multiplikatoren aus Verbänden und Gremien für den Erkenntnistransfer eingebunden.

Gefördert durch

  • EFRE - European Regional Development Fund
Digitale Technologie
Web-Plattform
Einsatzbereich
Arbeit 4.0Industrie 4.0Smart Factory
Eingesetzte digitale Verfahren, Technik, Software und Methoden
''FabrikplanungPersonalplanung
Landkreis, kreisfreie Stadt
Kassel
Förderprogramm
EFRE - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Fördersumme
186.549,00 €
Förderzeitraum
1. Dez. 2025 - 30. Nov. 2027
Status
aktiv

Antragsteller

Universität Kassel

Kurt-Wolters-Straße 3
34125 Kassel

Ansprechpartner

Herr Nicolas Wittine

Universität Kassel

Rothenbergstr. 20
34127 kassel

05618043948
nicolas.wittine@uni-kassel.de