ThermoCut
Entwicklung eines vollautomatisierten und zerstörungsfreien Qualitätssicherungssystem für geschweißte Hartmetallsägezähne mittels Thermografie.
Letzte Aktualisierung:
Projektdetails
Das Projekt ThermoCut entwickelt eine innovative, zerstörungsfreie In-Line-Qualitätskontrolle für widerstandsgeschweißte Hartmetall-Stahl-Verbindungen.
Bisher werden Fügestellen nur stichprobenartig und zerstörend geprüft, was Fehler nicht vollständig erfasst. ThermoCut nutzt passive Thermografie, um den Fügeprozess in Echtzeit zu analysieren und Defekte tiefenwirksam zu erkennen. So können fehlerhafte Verbindungen sofort nachgebessert werden, bevor hohe Folgekosten entstehen.
Mit einer 100%-Inline-Prüfung steigert das System die Zuverlässigkeit und Qualität von Produkten, ohne die Taktzeit zu erhöhen. Es senkt Ausschuss- und Prüfkosten und ist flexibel auf verschiedene Fügeverfahren übertragbar.
Das Verfahren ist ein technologisches Alleinstellungsmerkmal und adressiert einen globalen Markt in der Werkzeug- und Maschinenbauindustrie mit einem Umsatzpotenzial von 1,3 Mio. Euro in 10 Jahren. Zudem stärkt es den Forschungsstandort durch neue KI-basierte Analysemethoden und innovative Ansätze in der zerstörungsfreien Prüfung.
ThermoCut ermöglicht eine 100%-Inline-Qualitätskontrolle für widerstandsgeschweißte und gelötete Hartmetall-Stahl-Verbindungen in der Säge-, Werkzeug- und Maschinenbauindustrie.
Primärer Einsatzbereich: Hersteller von hartmetallbestückten Sägebändern, Kreissägeblättern und Fräswerkzeugen profitieren von einer effizienten, zerstörungsfreien Prüfung direkt im Produktionsprozess.
Vorteile:
Fehlverbindungen werden sofort erkannt, bevor teure Nachbearbeitungen oder Reklamationen entstehen.
Höhere Produktqualität und geringere Ausschussquoten durch Echtzeit-Korrekturen.
Einfache Integration in bestehende Fertigungslinien ohne zusätzliche Prüfstationen.
Die Technologie ist auf weitere Fügeverfahren und Industriebranchen übertragbar, z. B. in der Automobil- oder Luftfahrttechnik für die Kontrolle von Metallverbindungen.
Die Idee zu ThermoCut entstand aus der Notwendigkeit, eine effiziente, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle für widerstandsgeschweißte Hartmetall-Stahl-Verbindungen zu entwickeln. Bisherige Prüfmethoden sind zeitaufwendig, teuer und unvollständig.
Unser Team kombiniert Expertise in industrieller Bildverarbeitung, Automatisierung und zerstörungsfreier Prüfung. Die Strelen Control Systems GmbH bringt umfassende Erfahrung in KI-gestützter Bildverarbeitung und Automatisierung mit, während die Universität Kassel über tiefgehendes Know-how im Fügen und Prüfen von Hartmetall-Stahl-Verbindungen verfügt.
Diese einzigartige Kombination ermöglicht die Entwicklung eines hochinnovativen Prüfsystems mit modernster Thermografie und KI-Auswertung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie sichert eine praxisnahe Umsetzung und erfolgreiche Markteinführung.
Gefördert durch
- Digitale Technologie
Künstliche Intelligenz (KI / AI)
- Einsatzbereich
Industrie 4.0
- Eingesetzte digitale Verfahren, Technik, Software und Methoden
deep learning neuronale netze
- Landkreis, kreisfreie Stadt
Groß-Gerau
- Förderprogramm
- LOEWE - Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (FL 3)
- Fördersumme
- 316.494,00 €
- Förderzeitraum
- 1. Okt. 2023 - 30. Sep. 2025
- Status
- abgeschlossen
Antragsteller
Strelen Control Systems GmbH
Robert-Bosch-Str., 5
64572 Büttelborn
Verbundpartner
Uni Kassel Institut für Produktionstechnik und Logistik Fachgebiet für Trennende und Fügende Fertigungsverfahren Abteilung Schweißtechnik
Kurt-Wolters-Str. 3
34125 Kassel
Ansprechpartner
Frau Birgit Pretzsch